Tokyo ist eine Stadt, in der du fast alles kaufen kannst. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, bei denen du dir unterwegs denkst: „Verdammt, genau DAS hätte ich einpacken sollen.“

Damit das nicht passiert, kommt hier unsere TCE-Packliste.


Dokumente & Geld


  • Reisepass – vor Abflug unbedingt noch einmal die Gültigkeit prüfen.
  • Flugunterlagen & Hotelinformationen – am besten zusätzlich offline auf dem Smartphone gespeichert.
  • Auslandskrankenversicherung – inklusive Versicherungsnummer und Notfallkontakt.
  • Kreditkarte – idealerweise mindestens zwei unterschiedliche Karten, falls eine gesperrt wird oder irgendwo nicht funktioniert.
  • Etwas Bargeld in Yen – holen wir vor Ort am ATM
  • Kopien wichtiger Dokumente – digital gespeichert und möglichst getrennt vom Original.


TCE-Tipp: Reisepass, Kreditkarte und Handy sind die drei Dinge, bei denen Zurücklaufen zum Hotel wirklich keinen Spaß macht.


Smartphone & Technik

  • Smartphone
  • Ladekabel
  • Powerbank
  • Japan-Steckdosenadapter – Typ A
  • eSIM / SIM-Karte oder APP wie Saily und Airalo
  • Kopfhörer - am besten mit Noise Cancelling für den Flug
  • Optional ein zweites Ladekabel – Kabel besitzen die bemerkenswerte Fähigkeit, genau im Urlaub plötzlich zu sterben.


Japan verwendet 100 Volt. Die meisten modernen Smartphone-, Kamera- und Laptop-Netzteile funktionieren problemlos mit 100–240 Volt. Trotzdem vorher einmal auf dem Netzteil nachsehen.

Powerbanks und Ersatzakkus gehören aufgrund der Lithium-Batterien normalerweise ins Handgepäck. Prüft vor dem Flug zusätzlich die jeweiligen Vorgaben eurer Airline.


Kameraequipment


Wir sind schließlich nicht zum Briefmarkensammeln in Tokyo - naja vielleicht auch


  • Kamera
  • Objektive
  • Genügend Akkus
  • Ladegerät
  • Ausreichend Speicherkarten
  • Kleines Reinigungstuch / Lens Pen
  • Optional kleines Stativ
  • Optional Polfilter / ND-Filter
  • Regenschutz für Kamera oder Tasche
  • Kleine Umhängetasche oder kompakter Kamerarucksack


Packt lieber gezielt als zu viel. Wer jeden Abend drei Objektive, zwei Kameras, ein Stativ und sieben Kilogramm Zubehör durch Tokyo trägt, beginnt spätestens am dritten Tag damit, seine Lebensentscheidungen zu hinterfragen.


Kleidung für Tokyo im Januar


Der Winter in Tokyo ist häufig trocken und sonnig, aber gerade morgens, abends und bei längeren Aufenthalten draußen kann es ordentlich kalt werden.

Deshalb empfehlen wir das Zwiebelsystem:


  • Warme Jacke
  • Pullover / Hoodies
  • T-Shirts oder dünne Longsleeves für darunter
  • Lange Hosen
  • Warme Socken
  • Handschuhe
  • Mütze
  • Optional Schal


Der Vorteil von mehreren dünnen Schichten: Bahnen, Einkaufszentren, Restaurants und Geschäfte können im Winter ziemlich warm sein.

Ein dicker Polarexpeditionsanzug sorgt deshalb spätestens nach zehn Minuten in der Yamanote Line für persönliche Kernschmelze.

Die wahrscheinlich wichtigsten Gegenstände der Reise


Bequeme Schuhe.

Ernsthaft.


Gut eingelaufene, bequeme Schuhe

Optional ein zweites Paar

Tokyo bedeutet laufen.

Sehr viel laufen.


Auch wenn Google Maps behauptet, dass es nur „acht Minuten“ sind, kann daraus inklusive Bahnhof, falschem Ausgang und spontanem Abstecher in einen Konbini problemlos eine kleine Tageswanderung werden.

Neue Schuhe bitte nicht erst am Flughafen einlaufen.

Eure Füße werden es euch danken.


Persönliche Dinge


  • Persönliche Medikamente
  • Kleine Reiseapotheke
  • Pflaster – besonders für mögliche Blasen - gibt es vor Ort auch reichlich
  • Lippenpflege
  • Handcreme
  • Persönliche Hygieneartikel
  • Taschentücher - sind in Japan sehr dünn
  • Eventuell benötigte Kontaktlinsen / Ersatzbrille


Tokyo kann im Januar ziemlich trocken sein. Lippenpflege und Handcreme sind deshalb überraschend wertvolle Begleiter.

Bei verschreibungspflichtigen oder besonderen Medikamenten solltet ihr euch vor der Reise über die japanischen Einfuhrbestimmungen informieren.


Für unterwegs


  • Kleiner Tagesrucksack oder Umhängetasche
  • Powerbank
  • Taschentücher
  • Kleine Plastiktüte oder Müllbeutel
  • Eventuell kleiner Regenschirm


Der kleine Müllbeutel klingt zunächst albern.

Bis du feststellst, dass es in Tokyo erstaunlich wenige öffentliche Mülleimer gibt und du seit zwei Stunden eine leere Getränkeflasche mit dir herumträgst.

Getränke auf Vorrat braucht ihr euch nicht kaufen. Alle paar Meter steht ein Getränkeautomat wild in der Gegend herum. Wenn ihr Durst habt - einfach ein Getränk ziehen.


Für den Alltag in Tokyo


  • Digitale oder physische IC-Karte wie Suica oder PASMO - bekommt ihr von uns
  • Google oder Apple Maps
  • Google Translate
  • Japanisches Sprachpaket vorher offline herunterladen
  • Adresse des Hotels auf dem Smartphone speichern
  • Unsere wichtigsten Treffpunkte ebenfalls speichern


Besonders hilfreich ist es, wichtige Adressen zusätzlich auf Japanisch gespeichert zu haben. Das erleichtert beispielsweise die Kommunikation mit Taxifahrern.


Nicht komplett vollpacken!


Dieser Punkt ist wichtiger, als er klingt.

Tokyo besitzt eine bemerkenswerte Eigenschaft:

Du fliegst mit einem Koffer hin und möchtest mit drei zurückkommen.


Don Quijote, Uniqlo, GU, Yodobashi Camera, Bic Camera, kleine Shops, Autozubehör, Modellautos, Manga, Snacks und ungefähr 14.000 Dinge, von denen du vorher nicht wusstest, dass du sie dringend brauchst.


Deshalb:

  • Etwas Platz im Koffer lassen
  • Gepäckgewicht der Airline vorher prüfen
  • Optional eine faltbare zusätzliche Tasche einpacken


Ihr werdet uns später für diesen Tipp danken.


Die fünf Dinge, die wirklich nicht fehlen dürfen


Wenn ihr aus dieser ganzen Seite nur fünf Dinge mitnehmt:


1. Reisepass

2. Smartphone + Internet

3. Kreditkarte

4. Bequeme Schuhe

5. Powerbank


Alles andere lässt sich im Zweifel irgendwie lösen.

Und Nummer 6 wäre natürlich die Kamera.

Sonst müssen wir euch leider aus fotografischen Gründen in Tokyo zurücklassen.



Das musst du NICHT unbedingt einpacken


Japan ist eines dieser Reiseziele, bei denen man erstaunlich viele Dinge vor Ort problemlos bekommt.


Deshalb gilt:

Lieber etwas Luft im Koffer lassen, als auf Verdacht den halben Haushalt mitzunehmen.

Hier sind die Dinge, bei denen ihr euch sehr wahrscheinlich Gepäck sparen könnt.


Das halbe Badezimmer


Shampoo, Duschgel, Conditioner und häufig auch Zahnbürsten oder andere Pflegeartikel werden in vielen japanischen Hotels bereitgestellt.

Deshalb müsst ihr normalerweise nicht mitnehmen:

  • Große Flaschen Shampoo
  • Große Flaschen Duschgel
  • Conditioner in Familienpackungsgröße
  • Einen kompletten Vorrat an Pflegeprodukten

Natürlich gilt: Wer bestimmte Produkte benötigt oder empfindliche Haut hat, nimmt seine gewohnten Sachen trotzdem mit.


Für alle anderen reicht eine kleine persönliche Grundausstattung völlig aus.

Und falls wirklich etwas fehlt:

Tokyo verkauft vermutlich irgendwo genau dieses Produkt – nur zusätzlich mit einem kleinen Anime-Tier auf der Verpackung.


Handtücher & Bademantel


Bitte keine Handtücher in den Koffer stopfen.

Unsere Hotels stellen Handtücher bereit und viele Unterkünfte bieten zusätzlich Nachtwäsche oder weitere Badezimmerausstattung.

Ein eigenes Handtuch nimmt viel Platz weg, trocknet unterwegs schlecht und besitzt keinerlei Talent darin, seinen Platz im Koffer zu rechtfertigen.

Also:

  • Kein großes Duschtuch
  • Kein zusätzliches Badehandtuch
  • Kein Bademantel


Mehr Platz für sinnvollere Dinge.

Zum Beispiel Modellautos.


Kleidung für jeden einzelnen Tag


Wir sind zehn Tage unterwegs.

Das bedeutet trotzdem nicht automatisch:

10 T-Shirts + 10 Pullover + 10 Hosen + Outfitreserve für einen spontanen Besuch beim japanischen Kaiser.

Gerade Oberteile lassen sich gut kombinieren und zur Not gibt es überall Waschmöglichkeiten oder Waschsalons.

Packt lieber Kleidung, die untereinander funktioniert.

Ein paar gut kombinierbare Sachen schlagen einen Koffer voller „Vielleicht brauche ich das irgendwann“.


Vier oder fünf Paar Schuhe


Nein.

Ein wirklich bequemes Paar Schuhe ist wertvoller als vier mittelmäßig bequeme.

Optional ein zweites Paar zum Wechseln – perfekt.

Alles darüber wird schnell zu bezahltem Koffergewicht.

Besonders wichtig:

Style gewinnt in Tokyo nicht gegen Blasen an den Füßen.

Nach 25.000 Schritten interessiert euch erstaunlich wenig, ob die Schuhe perfekt zum Hoodie passen.


Mehrere dicke Winterjacken


Eine vernünftige Jacke reicht.

Der Trick ist nicht, drei verschiedene Winterjacken mitzunehmen, sondern darunter mit mehreren Schichten arbeiten zu können.

Tokyo kann draußen kalt sein – gleichzeitig sind Bahnen, Restaurants und Geschäfte oft sehr gut beheizt.


Deshalb:

Zwiebellook statt Michelin-Männchen.


Riesiger Regenschirm


Ein großer Schirm ist im Gepäck eher nervig.

Kompakte Schirme bekommt ihr problemlos in Japan – spätestens im nächsten Convenience Store, wenn es tatsächlich anfängt zu regnen.

Und durchsichtige japanische Regenschirme gehören ohnehin fast schon zum Tokyo-Erlebnis dazu.

Große Getränkevorräte


Ihr müsst nicht bereits am Flughafen eure komplette Flüssigkeitsversorgung für Tokyo organisieren.

Getränkeautomaten und Convenience Stores findet ihr praktisch überall.

Wasser, Tee, Kaffee, Softdrinks – Versorgung ist in Tokyo wirklich kein Problem.

Die wahrscheinlich größere Gefahr besteht darin, dass ihr plötzlich fünf verschiedene Getränke ausprobieren wollt.


Einen kompletten Snackvorrat aus Deutschland


Ein kleiner Snack für Flug oder Ankunftstag ist natürlich völlig okay.

Aber bitte keinen halben Supermarkt importieren.

Japan besitzt Konbinis.


Und diese sind gefährlich.

Sehr gefährlich.


Ihr werdet dort Snacks entdecken, die ihr vorher noch nie gesehen habt – und spätestens nach zwei Tagen vollkommen überzeugt davon sein, dass ihr genau diese limitierte Matcha-KitKat-Sorte dringend benötigt.


Große Mengen Bargeld aus Deutschland


Ihr müsst nicht mit einem Geldumschlag anreisen, als wollten wir in Tokyo ein gebrauchtes Auto bar kaufen.

Bargeldversorgung lässt sich in Japan relativ unkompliziert organisieren.


Wichtiger als riesige Bargeldreserven:

Funktionierende Kreditkarte

Idealerweise eine Ersatzkarte

PIN kennen

Karte für Auslandseinsatz freigeschaltet haben


Einen kompletten Elektrofachmarkt


Mehrfachstecker, sechs Ladegeräte, drei Adapter und die komplette heimische Stromversorgung sind meistens nicht nötig.

Ein sinnvoller Reiseadapter beziehungsweise mehrere kompakte Adapter reichen in der Regel.

Besonders praktisch:

Ein Ladegerät mit mehreren USB-Anschlüssen.

Damit kann nachts gleichzeitig Handy, Powerbank, Kamera und anderes Equipment geladen werden – ohne dass eure Hotelsteckdose aussieht wie das Kontrollzentrum eines Atomkraftwerks.


Gedruckte Reiseführer in Ziegelsteinformat


Natürlich könnt ihr einen mitnehmen, wenn ihr gern klassische Reiseführer nutzt.

Notwendig ist er aber nicht.

Google Maps, Offline-Karten, Übersetzungsapps und natürlich unser Guide decken unterwegs sehr viel ab.


Und unser Guide hat einen entscheidenden Vorteil:

Er weiß bereits, warum ihr überhaupt in Tokyo seid.


Das komplette Foto-Studio


Das ist für unsere Reise wahrscheinlich einer der wichtigsten Punkte.

Man neigt als Fotograf sehr schnell zu:

„Ach komm, das Objektiv könnte ich vielleicht brauchen.“

Und plötzlich reist das komplette Equipment mit.


Denkt daran:

Wir bewegen uns viel.

Wir fahren Bahn.

Wir laufen.

Wir fotografieren spontan.

Ihr müsst eure Tasche teilweise viele Stunden tragen.


Deshalb lieber:

  • Eine sinnvolle Kamera
  • lieber ein wirklich benötigtes Objektive
  • Genügend Akkus
  • Genügend Speicherkarten


statt:

14 Kilogramm fotografischer Möglichkeiten.

Das beste Objektiv bringt euch nichts, wenn es am vierten Tag aus Prinzip im Hotel bleibt.


Und das Wichtigste: Kofferplatz!


Bitte reist nicht mit einem komplett gefüllten Koffer an.

Ernsthaft.

Lasst Platz.

Ihr seid zehn Tage in Tokyo.


Es wird irgendwann passieren.

Vielleicht ist es ein Modellauto.

Vielleicht Kleidung.

Vielleicht Elektronik.

Vielleicht japanische Snacks.

Vielleicht etwas aus einem Auto-Shop.

Vielleicht ein Gegenstand, dessen Existenz ihr bis fünf Minuten vorher nicht kanntet.

Und plötzlich steht ihr am letzten Abend auf eurem Koffer und versucht ihn mit eurem gesamten Körpergewicht zu schließen.

Deshalb lautet unsere Empfehlung:


Mindestens 20–30 % Platz im Koffer freilassen.


Euer zukünftiges Ich am letzten Abend in Ueno wird euch dafür lieben.


Die Kurzfassung


Nicht mitnehmen müsst ihr vor allem:

Große Pflegeprodukte

Handtücher

Zu viele Klamotten

Zu viele Schuhe

Mehrere Winterjacken

Riesige Vorräte

Übermäßig viel Bargeld

Unnötig viel Kameraequipment

Dinge, die man „vielleicht eventuell irgendwann gebrauchen könnte“


Packt praktisch.

Packt bequem.

Und vor allem:

Packt nicht bis zum Reißverschluss.

Tokyo erledigt den Rest.